Der Schauspieler Harald Effenberg liest ein japanisches Theaterstück
Klingt komisch? Ist auch sehr komisch.
Plakat

Scheinbar sind die Gesetze des Theaters und der Komik in Japan die gleichen wie hierzulande und s Komödie "Warai no Daigaku" ("Universität des Lachens") enthüllt sie mit liebevollem Augenzwinkern. Und was das eigenwillige Konzept angeht, die beiden so grund­ver­schiedenen Rollen vom selben Schauspieler sprechen zu lassen, so birgt zum einen die Virtuosität des Wechsels zwischen den Charakteren eine spezielle Faszination, zum anderen wird dadurch die Fantasie der Zuschauer angeregt: Statt die realen Gesichter zweier Leser zu sehen, stellt sich jeder Zuhörer seine eigenen, ganz speziellen zwei Akteure vor.

Zur Handlung: Ein begeisterter junger Theaterautor muss sein neues Stück von der staatlichen Zensurbehörde genehmigen lassen. Er trifft auf einen zu dieser Behörde versetzten Soldaten, dem jedes Verständnis für das Theater und die Komödie fehlt: Nur einmal in seinem Leben hat er einen Witz erzählt und ist dabei gescheitert. Seine kulturellen Bedürfnisse stillt er beim Lesen von Gebrauchsanweisungen.
Im Laufe der Handlung lernen der "Autor" und der "Zensor", einander zu verstehen, und während die Sympathien des Publikums anfangs eindeutig beim Autor liegen, schließt man mit der Zeit auch den kauzigen Zensor mehr und mehr in sein Herz. Das Stück des Autors erfährt durch die Änderungswünsche des Zensors merkwürdige Metamorphosen und ist am Ende nicht wiederzuerkennen. Und ganz en passant lernt der Zuschauer allerhand über die Gesetze und Tricks der Schauspieler, Komiker und Stückeschreiber: "Warai no Daigaku" als Wikileaks des Theaterhumors.

"Märchen meines Lebens"

Lesung mit Texten von Hans-Christian Andersen

Andersen 1834, Porträt von Albert Küchler

Jazz goes Föhr:
"Harald Effenberg verstand es, durch seine frei erzählten Begebnisse und Anekdoten Hans Christian Andersen dem begeisterten Publikum nahe zu bringen."

Hünfelder Rathausabend:
"...der Märchenspezialist mit seiner ruhigen, sonoren Stimme, die die Zuhörer im Laufe des Abends immer mehr in einen Zustand tiefer Entspannung entführte. Das ist keineswegs negativ gemeint: Vielmehr war der Schauspieler mit dem Spiel seiner Stimme in der Lage, das Publikum eintauchen zu lassen in die Ge­schich­ten, die sehr melancholisch, aber auch lehrhaft und bissig waren."
in der 'Hünfelder Zeitung'

Der große dänische Dichter und Schriftsteller Hans-Christian Andersen be­geis­tert seit Ge­ne­rationen Kinder und Erwachsene mit seinen traum­haften Mär­chen voller Zauber und Melancholie.

Die Le­sung (zuzüglich einer kurzen Pause) zeigt einen unterhaltsamen Quer­schnitt durch Andersens Werk mit Märchen, Ge­dich­ten, Ta­ge­buch­ein­trä­gen und Reise­beschrei­bung­en, wobei der Schwer­punkt auf den Märchen "Der Tannenbaum" und "Der Schatten" liegt.
Der aus "Hallervordens Spottlight" bekannte Schau­spie­ler Harald Effen­berg garniert seinen poin­tierten Vortrag mit in­te­res­san­ten und amü­san­ten Einzelheiten aus An­der­sens Biografie. Lassen Sie sich verzaubern und tau­chen Sie ein in das "Märchen meines Lebens..."

Andersen 1841, Porträt von Carl Christian Vogel von Vogelstein
Effenberg 1980, Porträt vom Fotomat

"Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan"

Goethes Frauen im Spiegel seiner Gedichte
Anna Schoenkopf Friederike Oeser Friederike Brion "Lili" Schoenemann Charlotte von Stein Christiane Vulpius Minchen Herzlieb Ulrike von Levetzow Goethe

"Ein edler Mann wird durch ein gutes Wort der Frauen weit geführt" heißt es in Johann Wolfgang von Goethes 'Iphigenie'. In welche un­ter­schied­lich­en Rich­tung­en der Lyriker Goethe durch die Frauen geführt wurde, zeigt diese Lesung in fas­zi­nie­render Weise.

Die vorgetragenen Gedichte führen lebendig durch sein (Liebes-)Leben; die einge­streu­ten bio­gra­phi­schen An­mer­kung­en illustrieren die Beziehungen zu den Frauen, die an seinem Lebensweg eine Rolle spielten, und ihre jeweiligen Aus­wir­kun­gen auf Goethes dichte­risches Schaffen.

Von den ersten Versen des Siebenjährigen an die Großmutter über die Anna Schönkopf gewidmeten verliebten Phantasien des Jünglings bis zum lyrischen Höhepunkt in der aus der unglücklichen Liebe zu Ulrike von Levetzow entstandenen "Marienbader Elegie" erstreckt sich die Lesung über inklusive einer zwanzigminütigen Pause.

"Jedes Gedicht stellte Effenberg mit biografischen Anmerkungen vor, doch ließ er die Texte für sich selbst sprechen. Empfindsam und eindringlich las er die teilweise erotischen Gedichte vor - wie sie in keinem Schulbuch zu finden sind."
( in der "Main-Spitze")

"Loreley, Schinderhannes, Marizibill & Co. - Guillaume Apollinaire"

mit den Musikern Bernd Krick und

Jazz und Lyrik - hier können Sie unsere CD bestellen

Binger Wochenblatt:

"... das empfindsam und eindringlich vorgetragen wurde von dem Schauspieler Harald Effenberg. Kongenial begleitet von den jazzigen Klängen der eigens für dieses Kunstprojekt komponierten Musik von Bernd Krick und Matthias Harig begeisterte der sensible, alle Stimmungsnuancen der feinstrukturierten Gedichte auskostende Vortrag Effenbergs die Zuschauer ... so wurde es im Verlauf des Abends immer mehr mitgerissen von der Fülle der Darstellungskraft Effenbergs ..."

Rheinzeitung:

"Gleich zu Beginn rauscht es auch in der Musik strömend auf, improvisationsartig schmiegen sich Trompeten- oder Saxophonmotive den Worten an, akzentuieren deren immanente Dramatik, etwa beim Sturz der Schönen (Loreley) in die Fluten. Apollinaire hätte dieses Wechselspiel gut gefallen, die Art vor allem auch, wie der Schauspieler Harald Effenberg seine Texte liest, wohl ausgewogen zwischen deutlicher Pointierung und in-der-Schwebe-lassen."

mit den Musikern
(Trompete) und Fred Stern (Kontrabass)
Jazz und Lyrik - hier können Sie unsere CD bestellen

"Da waberte das Blut nur so durch den Raum, quollen Eingeweide aus nackten Körpern, wurde lebendes und totes zur Schau gestellt.
Keine Sorge. Es handelt sich nicht um ein zum Schlachthaus umfunktioniertes Gemäuer. Harald Effenberg sprach, spielte vor allem Gedichte von Gottfried Benn, aber auch Erich Kästner und Charles Baudelaire. Benns "Fleisch" hat er sich krümmend hinausgeschrien, daß einem das Mark in den Gebeinen gefror. Er schmunzelte ins Auditorium hinein, blinzelte diesen oder jenen an - ganzer Zoll ein Schau-Spieler."

Zur Homepage Impressum / Disclaimer